Bergerhausen

Die längste Straße ist die Ruhrallee (1,89 km), am steilsten ist die Kassiepenstraße (15,5 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Weichselstraße (119 m ü. NHN).
Bergerhausen liegt südöstlich der Essener Innenstadt, dort wo die Stadt zur Ruhr hin ausläuft. Auf 3,34 km² leben rund 11.500 Menschen. Der Stadtteil ist überwiegend Wohngebiet mit dörflichem Kern, durchzogen von Grün: Durch die Täler von Siepen und Walpurgistal zieht sich offene Landschaft bis nahe ans Ruhrufer. Verkehrlich ist Bergerhausen gut angebunden – die Straßenbahnlinie 105 und mehrere Buslinien führen in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof, die B 227 (Ruhrallee) und die A 52 mit dem Autobahndreieck Essen-Ost verbinden den Stadtteil mit dem Ruhrgebiet, entlang der Ruhr verlaufen Ruhrtalradweg und Grugatrasse.
Namensherkunft
Der Name geht auf die ältere Form „Bergahuson" zurück, die so viel wie „Bewohner eines Berges" bedeutet und sich aus dem Berg (Berger-) und der Siedlungsendung -hausen zusammensetzt.
Geschichte
Bergerhausen wird im Jahr 943 erstmals urkundlich greifbar: Damals sicherte sich die Familie Vittinghoff-Schell nahe dem Stift Rellinghausen eine Erbrente auf dem Hof „Schymanns Gud“. Über Jahrhunderte blieb der Ort eine ländliche Bauerschaft aus Höfen und Kotten; im 16. Jahrhundert ist er im Pachtbuch der Abtei Werden verzeichnet.
Unter den Feldern lag jedoch Kohle. Schon 1575 ist die Zeche Wasserfall belegt, etwa zeitgleich entstand die Zeche Kunstwerk. 1821 errichtete der Maschinenbau-Pionier Franz Dinnendahl in Bergerhausen eine Maschinenfabrik. Die Zeche Ludwig förderte von 1860 bis 1966. An diese Bergbau-Vergangenheit erinnert das Stadtteilwappen, das Ende der 1970er-Jahre der Heraldiker Kurt Schweder entwarf: ein Fachwerkhaus auf einem Dreiberg, dazu Hammer und Schlegel.
Verwaltungstechnisch gehörte Bergerhausen ab 1808 zur Bürgermeisterei Steele und ab 1875 zu Rellinghausen. Am 1. April 1910 wurde es als 13. von heute 50 Stadtteilen nach Essen eingemeindet – im selben Jahr wie das benachbarte Rellinghausen.
Aus der Wachstumszeit stammt die Pfarrkirche St. Hubertus, eine neugotische Basilika von 1912 bis 1914 und bis heute eine Landmarke des Stadtteils. Eine Randnotiz der jüngeren Geschichte: Bis Mitte der 1990er-Jahre befand sich in Bergerhausen die Europazentrale von Coca-Cola, ehe sie nach Berlin verlegt wurde. Heute ist der Stadtteil dicht mit Ein- und Mehrfamilienhäusern bebaut, behält durch seine Grünzüge und den alten Ortskern aber dörfliche Züge.
- 11.523
- Einwohner
- 3,29 km²
- Fläche
- 3.502 /km²
- Bevölkerungsdichte
- II (2)
- Stadtbezirk
- 45134, 45136
- PLZ
- 1910
- Eingemeindung
- 84
- Straßen
- 34,0 kmStraßennetz
- Gesamtlänge
- 40
- Orte
- 12,2 /km²
- POI-Dichte
- 56–119 müber NHN
- Höhenlage
- 7Bushaltestelle1 pro 1.646 Einw. · 2,1/km²
- 7Kindergärten1 pro 1.646 Einw. · 2,1/km²
- 7Spielplätze1 pro 1.646 Einw. · 2,1/km²
- 3Straßenbahn-Haltestelle1 pro 3.841 Einw. · 0,9/km²
- 3Pizzerias1 pro 3.841 Einw. · 0,9/km²
- 3Bäckereien1 pro 3.841 Einw. · 0,9/km²
- 2Kulturstandorte1 pro 5.762 Einw. · 0,6/km²
- 2Grundschulen1 pro 5.762 Einw. · 0,6/km²
- 2Hundewiesen1 pro 5.762 Einw. · 0,6/km²
- 2Supermärkte1 pro 5.762 Einw. · 0,6/km²
- 1Apotheke1 pro 11.523 Einw. · 0,3/km²
- 1Realschule1 pro 11.523 Einw. · 0,3/km²
Bodenrichtwert in Bergerhausen
460 €/m²
→ rund 18 % über dem Essener Median · Platz 14 von 48 Stadtteilen
- Teuerste Straßen: Potthoffs Börde 575 · Schürfacker 575 · Hüskenbörde 575
- Günstigste Straßen: Gönterstraße 340 · Hohefuhrstraße 340 · Kersebaumstraße 340
* Zonale Bodenrichtwerte (Wohnbauland) für den Grund und Boden – nicht der Wert konkreter Grundstücke oder Gebäude. Quelle: BORIS.NRW, Stichtag 01.01.2026.
- Längste Straße
- 1,89 km Ruhrallee
- 1,44 km Am Krausen Bäumchen
- 1,43 km Rellinghauser Straße
- Kürzeste Straße
- 11 m Spillenburgstraße
- 60 m Sabinastraße
- 65 m Fünfkirchenblick
- Meiste Wohngebäude
- Steilste Straße
- 15,5 % Kassiepenstraße
- 10,3 % Am Frommen Joseph
- 7,7 % Terbeckstraße
- Höchster Punkt
- 119 m ü. NHN Weichselstraße
- 118 m ü. NHN Netzestraße
- 117 m ü. NHN Am Krausen Bäumchen
- Tiefster Punkt
- 56 m ü. NHN Zornige Ameise
- 57 m ü. NHN St. Annental
- 58 m ü. NHN Kassiepenstraße
- Größter Höhenunterschied
- 43 m Ruhrallee
- 42 m Am Krausen Bäumchen
- 37 m Am Frommen Joseph
- Älteste benannte Straße
- 1897 Töpferstraße
- 1897 Siepenstraße
- 1897 Hovescheidtstraße
- Jüngste benannte Straße
- 1989 Bonsiepen
- 1979 Im Walpurgistal
- 1978 Max-Keith-Straße